TALK

im Krefeld

Pavillon

»Wir reden über die Stadt und die Welt«

Im dritten Jahr ihrer Veranstaltungsreihe Talk im Krefeld Pavillon trifft das Moderationsteam Christiane Lange und Stefan Schröder wieder Expertinnen und Experten, mit denen sie über aktuelle Fragen der Gesellschaft diskutieren. Dahinter steht immer die Frage »Gut für Krefeld?« nach dem Motto, was sich anderswo bewährt hat, muss man nicht für Krefeld neu erfinden. Besonders interessieren sich die Initiatoren in diesem Jahr für das Thema Bauen.

Dienstag, 14. Juli  19 Uhr
Dipl.-Ing. BARBARA PAMPE
Architektin und Vorständin Montag Stiftung
Wenn Schule Schule macht

Foto: Magdalena Joos

Können Räume zu besserer Bildung beitragen?  Welche Auswirkungen hat der bauliche Rahmen auf die schulischen Inhalte? Wo lernt es sich am besten? Diesen Fragen geht die Architektin und Universitätsdozentin Barbara Pampe in ihrer Arbeit für die Montag Stiftung nach. Ihre Erkenntnis: Raumstrukturen können die modernen Formen von Lernen und Lehren maßgeblich unterstützen, so dass Lernen mehr Spaß macht und die Qualität und Variabilität erhöht. Umgekehrt kann Architektur bestimmtes Lernen verhindern, durch zu kleine Räume, zu wenig Transparenz, einen fehlenden räumlichen Verbund. Ihre Spezialität ist der Dialog zwischen Pädagogik und Architektur. 

Die Dipl.-Ing. M. Eng. Architektin Barbara Pampe ist gemeinsam mit Dr. Meike Kricke Vorständin der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft. Als Expertin für zukunftsfähigen Schulbau verantwortet und initiiert sie Publikationen und Projekte zum Thema. Nach einem Studium in Bordeaux, Weimar und Delft arbeitete sie in Architekturbüros und gründete 2011 mit Vittoria Capresi »baladilab«. Sie forschte und lehrte am Institut für Öffentliche Bauten und Ent­werfen der Universität Stuttgart. Von 2011 bis 2014 ­hatte Frau Pampe eine Professur für Entwerfen und Gebäudelehre an der German University in Cairo GUC inne. Parallel zu ihrer Tätigkeit in den Montag Stiftungen lehrt sie an Hochschulen im In- und Ausland.

Montag, 27. Juli  19 Uhr
HERBERT REUL
Innenminister NRW
Wie sicher leben wir in unseren Städten?

Foto: Tim Wegner

Der Kampf gegen Clankriminalität, entschlossenes Vorgehen gegen Kindesmissbrauch und Null-
Toleranz-Politik gegenüber Extremisten verbinden viele mit dem Namen Herbert Reul. Der Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen macht sich schon von Amts wegen Gedanken über die Sicherheit in unseren Städten – von Drogenkriminalität bis Waffenverbotszone. Was macht eine Stadt sicher, wo ist der Staat gefragt und wo die Bevölkerung? Diesen Fragen stellt sich der CDU-Politiker im Gespräch mit dem Moderationsteam und
dem Publikum. Special guest: Oberbürgermeister Frank Meyer. 

Herbert Reul arbeitete nach dem Studium der Sozial- und Erziehungswissenschaften als Studienrat am Städtischen Gymnasium in Wermelskirchen. Die politische Karriere führte ihn über den Stadtrat in den Landtag, dem er von 1985 bis 2004 angehörte. Von 2004 an saß Reul für die CDU im Europäischen Parlament. Dort war er Vorsitzender des Ausschusses für Industrie, Forschung und Energie. Seit 2017 ist er Innenminister des Landes NRW. 

Mittwoch, 29. Juli  19 Uhr
Prof. ANDREAS KRUSE
Psychologe, langjähriger Leiter des Instituts für Gerontologie, Heidelberg
Wie wohnen im Alter?

Foto: privat

Wie baut man altengerecht? Wie groß ist die Gefahr, Menschen im Alter zu isolieren? Was hat uns in dieser Hinsicht die Covid-19-Pandemie gelehrt? Und vor allem was genau verändert sich im Alter für den Menschen? Diesen Fragen geht der bekannteste deutsche Alternsforscher Professor Andreas Kruse beim Talk im Krefeld Pavillon nach. 

Der gebürtige Aachener Andreas Kruse hat Psychologie, Philosophie, Psychopathologie und Musikwissenschaften studiert. Er war jahrzehntelang Direktor des Instituts für Gerontologie der Universität Heidelberg und Mitglied zahlreicher Gremien, unter anderem der Kommission zur Erstellung des International Plan of Action on Aging, sowie Koordinator beim Zukunfts­dialog der Bundeskanzlerin Angela Merkel. Kruse hatte den Vorsitz der Altersberichtskommission der Bundesregierung und gehörte dem Deutschen Ethikrat an. 

Montag, 7. Sept. 19 Uhr
OTTO FRICKE
Vorstandsvorsitzender des Deutschen Olympischen Sportbundes
Warum hilft Olympia den Gastgebern?

Foto: DOSB

Dabei sein ist alles. Gilt das Olympia-Motto auch für die Gastgeber, für die Regionen oder Städte, die zu den Spielen Tausende von TeilnehmerInnen, Gästen und ZuschauerInnen beherbergen? Wie verändert sich eine Region? Kann eine Vorbereitung auf Olympische Spiele einer Stadt selbst dann helfen, wenn sie gar nicht nominiert wird? Nach dem Motto: Vorbereitung ist alles. Beispiele für gelungene Spiele gibt es ebenso viele wie für misslungene, vor allem das, was der Bevölkerung anschließend bleibt. Otto Fricke diskutiert mit den ModeratorInnen und Gästen über die Chancen und Risiken einer Olympiabewerbung. 

Otto Fricke ist in Krefeld geboren und aufgewachsen. Er ist Jurist und Anwalt, war viele Jahre als Finanzexperte in der Bundespolitik aktiv und saß mehr als zwei Jahrzehnte für die FDP im Bundestag. Seit dem 1. September 2025 ist er Vorstandsvorsitzender des Deutschen Olympischen Sportbundes mit Sitz in Frankfurt.

Mi. 30. Sept. 19 Uhr
UWE SCHNEIDEWIND
Wirtschaftswissenschaftler und OB von Wuppertal 2020–2025
Kommunalpolitik, wie geht das?

Foto: Jens Steingässer

Wie können sich Städte so wandeln, dass sie für die Zukunft gewappnet sind? Warum tut sich Deutschland mit Veränderung so besonders schwer? Und warum erkennt man diese Herausforderungen so klar in der Kommunalpolitik? Uwe Schneidewind wirft nach fünf Jahren als Wuppertaler Oberbürgermeister einen Blick zurück in den lokalen Maschinen­raum. Schwimmbadsanierung, Schulbau, Nahverkehr – Schneidewind beschreibt das alltägliche Systemversagen im Lokalen und gleichzeitig, wie sich doch etwas bewegen kann. 

Uwe Schneidewind war von 2020 bis 2025 Ober­bürgermeister der Stadt Wuppertal. Davor hat der Wirtschaftswissenschaftler mehr als 25 Jahre lang nachhaltige Transformationsprozesse in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft gestaltet und begleitet, unter anderem als Hochschullehrer, als Präsident der Universität Oldenburg und des renommierten Wuppertal Institutes.

Die ModeratorInnen

Christiane Lange  Kunsthistorikerin, Autorin und Vor­sitzende des Vereins Projekt MIK, Initiatorin und Organisatorin zahlreicher Projekte zur Geschichte der architektonischen Avantgarde und des NRW-Beitrages zu Bauhaus 100 mit dem Krefeld Pavillon des Künstlers Thomas Schütte im Kaiserpark. Zusammen mit Helge Drafz Moderatorin des Podcasts Heulen oder Handeln sowie Autorin und Moderatorin des Podcasts Collaboration and Architecture, Trägerin der Stadtehrenplakette der Stadt Krefeld.

Stefan Schröder  ist Journalist und Publizist. Nach drei Jahrzehnten in der »Fremde« unter anderem als Redakteur bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, als Redaktionsleiter bei der Rheinischen Post und als Chef­redakteur des Wiesbadener Kurier Rückkehr an den Niederrhein. Buchautor für den Herder-Verlag, den Waldemar-Kramer-Verlag und den Verlag Frankfurter Allgemeine Buch. Moderator zahlreicher Veranstaltungen und Podcaster.

Gefördert von

und privaten FörderInnen